Erbfallmanagement

Unser Verständnis von Dienstleistung basiert auf dem Gedanken, dass unsere Mandanten durch eine umfassende Erstberatung wissen, um was es in Ihrem speziellen Fall geht. Ein erstes Beratungsgespräch zu festen Konditionen dient deshalb dazu, Ihnen einen Überblick über die Sach- und Rechtslage in den Bereichen des Erbrechts und der Vermögensnachfolge zu verschaffen. Erst wenn man weiß, welche Bereiche des Rechts betroffen sind, welche Kosten und Gebühren entstehen, sind Sie in der Lage über einen weiteren Auftrag zu entscheiden.
Wir begleiten Sie darüber hinaus auch in speziellen Konfliktlagen:

Beratung des Erben

Erben stehen mit dem Erbfall vor einem Problem, dessen Auswirkungen sie meist nicht überblicken können, da naturgemäß auch nicht auf Erfahrungswerte zurückgegriffen werden kann. In den allermeisten Fällen verlassen sich die Erben auf die „guten Ratschläge“ von Nachbarn, Freunden und das Internet. Dabei wird regelmäßig übersehen, dass der eigene Erbfall ein absoluter Einzelfall ist und dass sich die Erfahrungen von dritten Personen nur bedingt auf die eigene Sache übertragen lassen.

Oft werden viele Fehler begannen deren Folgen sich erst später zeigen. Oft ist die Beseitigung der Folgen nur noch schwer oder gar nicht mehr zu erreichen. Aus diesem Grund sollte jeder Erbe sich einen Überblick über die Sach- und Rechtslage verschaffen, in dem er sich sachkundig beraten lässt.
Die festen Beratungskosten sind dabei eine große Hilfe, denn es muss nicht befürchtet werden, dass man nach dem ersten Beratungsgespräch eine hohe Anwaltsrechnung erhält.

Beratung des Testamentsvollstreckers

In vielen Testamenten oder Erbverträgen wird für die Umsetzung des letzten Willens eine Person bestimmt, die dafür Sorge tragen soll, dass die Bestimmungen auch im Sinne des Testierenden umgesetzt werden. Die Person des „Entscheiders“ nennt man Testamentsvollstrecker. Das Amt des Testamentsvollstreckers kann grds. auch von einem juristischen Laien bekleidet werden.

Problematisch kann in diesem Fall sein, dass sich der Testamentsvollstrecker über seine Rechte und Pflichten nicht im Klaren ist und die Wirkungen seines Handelns nicht überschaut. Verletzt der Testamentsvollstrecker aber seine Pflichten, bewusst oder unbewusst, dann ist er gegenüber den Erben unter gewissen Umständen zum Schadensersatz verpflichtet.

Es ist nahezu unbekannt, dass es dem juristisch ungeschulten Testamentsvollstrecker erlaubt ist, anwaltliche Hilfe auf Kosten des Nachlasses in Anspruch zu nehmen, soweit sein Amt hierzu Anlass bietet. Vertraut der Testamentsvollstrecker hingegen auf sein eigenes Können und Wissen und übersieht dabei bestehende Fallstricke, dann löst dies ggf. eine Schadensersatzverpflichtung aus, für die der Testamentsvollstrecker mit seinem eigenen Vermögen haftet. Ohne eine Versicherung muss der Testamentsvollstrecker dann in seine eigene Tasche greifen und den Schaden ersetzen.

Beratung von Erbengemeinschaften zur Teilung /Auseinandersetzung

Eine Erbengemeinschaft ist eine Streitgemeinschaft, die auf die Auseinandersetzung ausgelegt ist. Die Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft erfolgt grds. über den Abschluss eines Vertrages zwischen den beteiligten Erben. Unsere Aufgabe ist entweder den Abschluss zu vermitteln oder den Entwurf eines solchen Vertrages vorzubereiten und zwar unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben.

Ein wichtiger Bereich bei der Beratung von Erbengemeinschaften ist es aber auch, die Erbengemeinschaft bei der Verwaltung des Nachlasses zu unterstützen. Die Erbengemeinschaft ist zwar keine Gesellschaft eigener Art, jedoch sind die jeweiligen Maßnahmen zur Verwaltung von den Erben in der Regel gemeinsam zu beschließen. Verstöße gegen die Verwaltungsprinzipien begründen unter Umständen Schadensersatzansprüche oder führen dazu, dass nicht die Erbengemeinschaft verpflichtet wird, sondern der Handelnde selbst, der dann auch die Kosten aufzukommen hat. Auch hier lohnt sich eine rechtzeitige bzw. frühzeitige Beratung um Schäden von sich und der Erbengemeinschaft abzuwenden.

Beratung des Pflichtteilsberechtigten

Pflichtteilsberechtigte sind diejenigen Personen, die durch Testament von der Erbfolge ausgeschlossen worden sind oder denen ein Recht zur Ausschlagung der Erbschaft zusteht.
Der Pflichtteilsanspruch richtet sich gegen den Erben und bezieht sich auf die Beteiligung am Nachlass in Form einer Geldforderung. Das bedeutet für den Pflichtteilsberechtigten, dass er seinen Anspruch beim Erben anmelden muss und dass er dem Erben sagen muss, wie hoch seine Geldforderung ist.

Das Gesetz gewährt dem Pflichtteilsberechtigten zur Durchsetzung seiner Forderung mehrere Ansprüche. Dies sind Auskunftsansprüche, Wertermittlungsansprüche und Leistungsansprüche.
Auch in diesem Bereich kann man ohne die richtige Beratung durch einen im Erbrecht spezialisierten Anwalt viele Dinge falschmachen, weil bspw. unmotiviert zur Auskunft aufgefordert wird, ohne zu wissen, dass der Auskunftsanspruch grds. nur einmal besteht. Wurde die Auskunft erteilt, auch wenn diese „falsch“ ist, ist der Auskunftsanspruch grundsätzlich erloschen.

Die richtige Aufklärung ist auch in weiteren Bereichen von großer Bedeutung, denn der Pflichtteilsanspruch sichert dem Berechtigten eine Mindestteilhabe am Erbe. Der Anspruch bezieht sich dabei nicht nur auf den Vermögensbestand im Zeitpunkt des Erbfalls, sondern auch auf die Teile, die der Erblasser zu seinen Lebzeiten „weggeschenkt“ hat (sog. Pflichtteilsergänzungsanspruch).

Mediation - der andere Weg zur Lösung!

In allen vorgenannten Konstellationen der erbrechtlichen Beratung führt Jan Ole Ewert auch als Mediator die Beteiligten durch die Untiefen des deutschen Erbrechts. Die Mediation ist dabei aber kein gerichtliches Streitverfahren, sondern hilft den Beteiligten eine eigene Lösung aus dem Konflikt zu finden. Gerne informieren wir SIe zur Mediation unter: www.entstreiter.de oder rufen Sie uns einfach an.