Fachanwalt im Bau- und Architektenrecht

Die Bezeichnung Fachanwalt wird von den Rechtsanwaltskammern vergeben, in denen jeder Rechtsanwalt zwingend Mitglied ist, und vergleichbar mit einer fachlichen, spezifischen Zusatzausbildung ist.

Sie zeigt, dass der Anwalt auf einem bestimmten Gebiet besondere zusätzliche Kenntnisse hat, die sowohl theoretisch als auch praktisch nachgewiesen werden müssen.

Um die Zulassung zur Fachanwaltschaft zu erlangen, muss der Anwalt einen Fachanwaltslehrgang besuchen, dessen zeitlicher Umfang mindestens 120 Fortbildungsstunden betragen muss. Dieses spezifisch erlangte Wissen wird durch Klausuren nachgewiesen, in denen der theoretische Lehrstoff abgefragt wird. Außerdem muss der Rechtsanwalt nachweisen, dass er in den letzten drei Jahren in "seinem" Fachgebiet eine bestimmte Anzahl von Fällen (je nach Rechtsgebiet zwischen 60 und 120 Fällen) selbständig bearbeitet hat. Um den Fachanwaltstitel nachhaltig führen zu dürfen, muss der Fachanwalt in der Folge jährlich an mindestens einer intensiven Fortbildungsveranstaltung teilnehmen.

Daher sollten Sie sich in den meisten Fragen einem Fachanwalt in dem jeweiligen Rechtsgebiet anvertrauen.